Badewannentüren – eine preiswerte Alternative zur Badsanierung
Ein tägliches oder wöchentliches Vollbad ist für viele Menschen eine absolute Wohltat. Leider fällt es vielen Pflegebedürftigen und Senioren schwer, das Bad zu genießen. Oft fehlt die Kraft, sicher in die Wanne einzusteigen und diese wieder zu verlassen. Im jungen Alter denkt man nur selten daran, dass Muskeln und Knochen eines Tages nicht mehr mitspielen können. Eine Badewannentür kann zur Lösung des Problems werfen, wobei der Einbau in nahezu jede gängige Badewanne möglich ist.
Badewannentür
- Eine Badewannentür kann bei jeder Badewanne stets nachträglich erfolgen.
- Die Pflegekasse bezuschusst Ihren Einbau mit Pflegegrad bis zu 4.000 Euro.
- Denken Sie an die Kostenvoranschläge für eine Kostenübernahme.
Mit Vollbädern das Wohlbefinden steigern
Vollbäder sorgen für Wärme und oft auch eine Linderung von Gelenk- und Muskelschmerzen. Gerade Senioren nehmen häufig auch therapeutische Bäder in Anspruch, was bei Haut- oder Herz-Kreislauf-Beschwerden helfen kann. Neben Wärme und Wohlbefinden wird hierbei mit medizinischen Zusätzen gearbeitet.
Der Rand der Badewanne kann mit den Jahren leider zu einer unüberwindbaren Hürde werden. Der Einstieg in die Wanne ist mit einem hohen Unfallrisiko verbunden, ein Abrutschen vom glatten Kunststoff der Wanne kann zu einem verheerenden Sturz führen. Beim Ausstieg herrscht das gleiche Risiko vor. Der Einbau einer Wannentür und weitere Anpassungen im Bad können die selbstständige Lebensführung und Körperhygiene wesentlich fördern.
Einstieg in Badewannen komfortabler gestalten
Mit der Badewannentüre wird der Ein- und Ausstieg mühelos möglich. Die Türe ist stets eine Maßanfertigung, die zu fast jedem Standard-Wannenmodell passt. Durch die hermetische Abdichtung tritt kein Wasser während des Vollbades aus, das Öffnen und Schließen ist ohne großen Kraftaufwand möglich. Natürlich muss der Badende erst einmal in die Wanne einsteigen, bevor diese mit Wasser befüllt werden kann.
Genauso muss beim Ausstieg zunächst eine größere Menge Wasser abgelaufen sein. Damit keine Überschwemmung droht, sind die Badewannentüren zudem gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen gesichert.
Umbau der Wanne in kurzer Zeit
Das Einsetzen einer Badewannentüre ist unkompliziert und deutlich preiswerter als eine komplette Badsanierung. Staub und Dreck müssen beim Einbau nicht gefürchtet werden. Für die Montage misst ein Fachbetrieb zunächst die Badewanne aus und kann innerhalb weniger Wochen die passende Badewannentüre herstellen. Diese wird im Regelfall seitlich angebracht, da das Kopf- und Fußende einer herkömmlichen Badewanne hierfür zu schmal ist.
In den Korpus der Badewanne wird eine passgenaue Aussparung eingefräst, Anschlüsse und Rohre müssen nicht verlegt werden. Schon nach wenigen Stunden ist die Wanne einsatzbereit, wobei die Einstiegshöhe 20 bis 30 cm beträgt.
Eine weitere Variante ist die Sitzwanne mit einer seitlich angebrachten Türe. Dieses Modell lässt sich nicht bei einer Standardwanne nachrüsten, es kommt also zum Austausch der vorhandenen Badewanne. Die Sitzwanne hat einen höhergelegenen Rand, ihre Montage kann bequem von einem Installateur vor Ort übernehmen werden. Eine Beratung bei der Auswahl des individuell besten Wannenmodells sollte genutzt werden.
Hilfe vom Fachmann in Anspruch nehmen
Für die Montage der Badewannentüre sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen. Durch die besondere Form von Wannen mit integrierten, konisch zusammenlaufenden Schrägen liegt nicht einfach ein simpler Behälter mit Seitenwänden vor. Die exakte Berechnung, Ausmessung und Montage ist deshalb ausschließlich eine Sache für Experten.
Bedenken Sie außerdem, dass Sie bei einem eigenständigen Badewannenumbau die Wanne irreparabel zerstören könnten. Kommt es nicht zu einem fachgerechten Einbau, kann zudem Wasser beim Baden austreten und das Badezimmer überschwemmen.
Ob die Versicherung hieraus folgende Schäden übernimmt, ist bei einem Einbau durch Sie als Laien zu bezweifeln. Zögern Sie deshalb nicht, uns nach einer Liste für Fachbetriebe in Ihrer Region zu befragen. Gerne senden wir Ihnen diese zu, damit es schon bald zu einer professionellen Montage kommen kann.
Einbau der Badewannentüre fördern lassen
Der Einbau einer Badewannentüre ist im Vergleich zur kompletten Badsanierung recht günstig. Was Sie an Kosten einplanen sollten, hängt von der Ausführung der Türe und dem Anbieter ab. Ein grober Preisrahmen liegt bei 1.500 bis 5.000 Euro, wobei Ausmessung, Lieferung und Montage im Preis enthalten sind.
Explizite Zuschüsse für den Einbau einer Badewannentür gibt es leider nicht. Allerdings können Sie in vielen Fällen auf Programme für das barrierefreie oder altersgerechte Wohnen zurückgreifen. Diese stehen Eigenheimbesitzern in fast jedem Bundesland zur Auswahl. Bei einem Pflegegrad ist außerdem die Pflegekasse als Kostenträger denkbar.
Stellen Sie hier rechtzeitig einen Antrag auf Kostenübernahme! Führen Sie den Badewannenumbau ohne eine Zustimmung durch, bleiben Sie schlimmstenfalls auf den Gesamtkosten sitzen.
Für eine günstige Kreditfinanzierung der Badewannentüre ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein etablierter Partner. Mit oder ohne Pflegegrad können Sie von der KfW ein barrierefreies Wohnen durch Top-Konditionen bei Krediten fördern lassen. Die Ausgaben lassen sich zudem steuerlich mindernd geltend machen.
Achtung! Der Vermieter hat ein Mitspracherecht
Als Eigentümer einer Immobilie können Sie sich jederzeit zur Montage einer Badewannentüre entschließen. Als Mieter ist dies anders, da Sie eine dauerhafte, bauliche Veränderung am Mietobjekt vornehmen. Sie sind deshalb auf eine schriftliche Zustimmung durch den Eigentümer, also Ihren Vermieter, angewiesen. Da der Einbau der Türe eine Wertsteigerung der Immobilie darstellt, stimmen viele Vermieter dem Einbau ohne Weiteres zu. Ist der Eigentümer unschlüssig, können Sie ihm beispielsweise die Möglichkeiten zur günstigen Finanzierung über die KfW aufzeigen.
Die wichtigsten Fragen im Überblick
Am häufigsten wird die Wannentüre in Badewannen von älteren Menschen eingebaut. Geeignet ist sie jedoch in jedem Lebensalter, um Menschen mit körperlichen Einschränkungen einen sicheren Einstieg in ihre Badewanne zu ermöglichen.
Dies kommt wesentlich auf den gesundheitlichen Zustand des Pflegebedürftigen an. Falls dieser auf fremde Hilfe bei der Körperhygiene angewiesen ist oder in einem Rollstuhl sitzt, ist eine barrierefreie Dusche eine Alternative zum Badewannenumbau.
Ab dem Pflegegrad 2 können Sie die gesetzliche Pflegekasse für eine Kostenübernahme ansprechen. Neben Förderprogrammen von Ländern und Gemeinden können Sie sonst auf eine günstige Förderfinanzierung von Einrichtungen wie der KfW vertrauen.
Der Einbau durch einen Fachbetrieb ist innerhalb von wenigen Stunden erledigt. Für das Ausmessen und die passgenaue Anfertigung der Badewannentüre sollten Sie allerdings einige Wochen einplanen.
Grundsätzlich ja, allerdings ist hiervon abzuraten. Wird die Türe nicht sachgemäß geplant und eingesetzt, kann es zur Beschädigung der Badewanne kommen. Außerdem kann Wasser beim Baden austreten, wobei die Versicherung die entstehenden Schadenkosten bei einer laienhaften Montage nicht übernehmen dürfte.
In einer Mietwohnung muss der Eigentümer dem Wunsch nach einer Badewannentüre schriftlich zustimmen. Ein solches Einverständnis ist dringend im Vorfeld einzuholen, um absolute Sicherheit beim Planen zu gewinnen.