Pflegeimmobilien als Kapitalanlage

Pflegeimmobilien – Ihre Investition in die Zukunft

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Deutschland steigt langsam, aber stetig. Die bessere medizinische Versorgung und die sinkende Kinderzahl pro Haushalt sind hierfür wichtige Gründe. Mit jedem kommenden Jahr dürfte die Nachfrage nach Plätzen in einem Pflegeheim weiter steigen. Wie auch immer der wachsende Pflegebedarf in Deutschland sozial und finanziell geregelt wird, ist eine Tatsache nicht abzustreiten: Es wird immer einen Ort geben, an dem die Pflege stattfindet. Dieser Ort kann das eigene Zuhause sein, ein Pflegeheim oder eine spezielle Wohneinrichtung.

Auch wenn schon heute Pflegeheime gebaut werden, lässt sich der Andrang auf Heimplätze hiermit kaum ausgleichen. Die Investition in eine Pflegeimmobilie gilt deshalb als äußerst lukrative Kapitalanlage. Für die eigene Altersvorsorge ist das Vorgehen zudem sinnvoll, da sich oft die Eigennutzung der Immobilie im Alter vereinbaren lässt.

Mit einer Rendite von bis zu 5,0 % jährlich ist die Investition in den Jahren und Jahrzehnten zuvor bereits attraktiv und nicht mit den Zinsen klassischer Lebensversicherungen oder Fonds zu vergleichen. Das Anlagerisiko hält sich in Grenzen, da die zweckgebundenen Immobilien auch in Zukunft benötigt werden. Selbst ein Verkauf wird durch steigende Immobilienpreise für Anleger potenziell interessant.

Pflegeimmobilien

Wie genau erfolgt die Investition in eine Pflegeimmobilie?

Eine Pflegeimmobilie ist im Regelfall eine einzelne Wohneinheit wie ein Apartment. Dieses kann Teil eines Pflegeheims, einer Wohnanlage oder eines sonstigen Wohngebäudes sein, das der Betreiber vermietet. Mit der Investition nehmen Sie also automatisch die Rolle eines Vermieters ein.

Als Kapitalanlage ist eine Pflegeimmobilie mit anderen Arten von Bauprojekten und Wohnimmobilien zu vergleichen. Ein Bauleiter plant die Umsetzung des Immobilienprojektes und sucht Investoren, die sich an der finanziellen Umsetzung der Wohneinheiten beteiligen. Die fertigen Wohneinheiten werden an den Betreiber des Pflegeheims unter Berücksichtigung einer Index-Miete vermietet, zunächst über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Um die alltägliche Instandhaltung und Versorgung der Immobilie kümmert sich wie üblich der Mieter. Ansonsten sind Sie als Eigentümer und Vermieter für größere Aufgaben rundum die Immobilie verantwortlich, beispielsweise wenn es zu umfassenden Baumaßnahmen kommen muss.

Um in eine Pflegeimmobilie zu investieren, sollten Sie mit einem Eigenkapital von circa 100.000 Euro kalkulieren. Beachten Sie, dass Nebenkosten von der Eintragung ins Grundbuch über Notarkosten bis zu Rückstellungen für die Instandhaltung anfallen. Für die weitere Finanzierung des Projektes sollten Sie auf ein fair kalkuliertes Kreditangebot zurückgreifen. Hier empfiehlt es sich, die Kosten der Investition mit den zu erwartenden Renditen in den ersten Jahren und Jahrzehnten zu verrechnen.

Handelt es sich um einen Neubau, der nach energetischen Standards des KfW-Effizienzhauses errichtet wird, können Sie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau einen Sonderkredit beantragen. Für die Tilgung erhalten Sie sogar Zuschüsse von maximal 25 Prozent bzw. 120.000 Euro der Kreditsumme. Beachten Sie, dass das Investment in die Pflegeimmobilie als langfristige Kapitalanlage zu sehen ist. Der Schritt ist deshalb gut zu überlegen und am besten mit einem fachkundigen Berater zu planen.

Investment in Pflegeimmobilien – Ihre Vorteile

Gerade im Vergleich zu einer einfachen Wohnung, die Sie vermieten, bringt die Pflegeimmobilie einige Vorteile mit sich. So nimmt Ihnen der Pflegeheimbetreiber die Aufgabe ab, sich stetig um die Belegung der Wohneinheit zu kümmern. Durch diesen Status erzielen Sie Mieteinnahmen, selbst wenn es zu einem Leerstand kommen sollte.

Auch steuerlich ist das Investment in eine Pflegeimmobilie reizvoll. So lässt sich jährlich die Abschreibungspauschale von zwei Prozent nutzen, auch weitere Aufwendungen lassen sich steuerlich in diesem Zusammenhang geltend machen. Für diesen Vorteil gelten die gleichen Maßstäbe, die Sie als Eigentümer klassischer Mietwohnungen erwarten würden.

Nach einer Wartezeit von zehn Jahren haben Sie die Möglichkeit, Ihr Eigentum steuerfrei zu veräußern. Genauso können Sie die Pflegeimmobilie vererben, verschenken oder für eine Eigennutzung vorsehen. Diese vertraglich oft festgehaltene Eigennutzung kommt mit einer Einschränkung daher: Im Pflegebereich gilt es keine klassische „Kündigung wegen Eigenbedarf“.

Vielmehr wird Ihnen das Recht eingeräumt, vorrangig die Wohneinheit als Nächstes zu belegen. Denkbar ist, dass der Bewohner in ein Apartment des gleichen Pflegeheims umzieht, falls dies organisatorisch möglich wird.

Ansonsten genießen Sie einige Vorteile, die sich die meisten Investoren von einer Geldanlage wünschen: Die Pflegeimmobilie verbindet ein geringes Anlagerisiko mit einer stabilen Rendite unabhängig von der Konjunktur. Zudem leisten Sie einen wertvollen Beitrag für die Allgemeinheit.

Gibt es Risiken beim Investment?

Keine Geldanlage ist frei von Risiken. Dies gilt leider auch für die Pflegeimmobilie. So haben Sie keinen Einfluss darauf, wie gut der Heimbetreiber arbeitet. Im Falle einer Insolvenz müssen Sie und die weiteren Eigentümer einen neuen Pächter als direkten Mieter Ihrer Wohneinheiten suchen.

Keine Probleme erwarten Sie hingegen bei der Zahlungsunfähigkeit des vermittelten Mieters, da im Extremfall der Sozialstaat einspringt.

Bei der Kreditfinanzierung erwartet Sie das Risiko von Zinsänderungen. Die Zinsbindung endet im Regelfall, bevor Sie die gesamte Schuld getilgt haben. Bei der Anschlussfinanzierung können teurere Kreditzinsen drohen.

Letztlich sollte in eine Pflegeimmobilie investiert werden, an deren Standort mit einem realistischen Bedarf zu rechnen ist. Auch Themen wie Barrierefreiheit und Energieeffizienz nehmen bei modernen Bauprojekten eine immer wichtigere Rolle ein. Dies sollte berücksichtigt werden, damit es nicht zur Ablehnung der Immobilie durch potenzielle Interessenten kommt.

Die häufigsten Fragen im Überblick

Grob sollten Sie mit 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Hinzu kommen Nebenkosten wie Notargebühren und die Eintragung ins Grundbuch. Als Rückstellungen für die Instandhaltung sind lediglich einige Cent pro Quadratmeter einzuplanen.

Nein, diese Aufgabe geben Sie an den Betreiber der Pflegeeinrichtung weiter. Dieser nimmt Ihnen alle formalen Mühen hat und versucht im Eigeninteresse, geeignete Mieter für Ihr Objekt zu finden.

Ein solider Finanzierungsplan und Eigenkapital im Umfang von 100.000 Euro sind ein guter Einstieg für die Investition. Kommen Sie auf jeden Fall mit einem Branchenexperten über die Investition ins Gespräch.

Die Immobilie ist für eine langfristige und risikoarme Geldanlage und zur Altersvorsorge vorgesehen. Planen Sie deshalb eher zukunftsgerichtet ohne Hoffnung auf rasant schnelle und exorbitante Renditen.