Pflegebett: das Herzstück in der häuslichen Pflege

Das Pflegebett – unverzichtbar für die häusliche Pflege

Wenn die Bewegungsfreiheit eines Menschen dauerhaft eingeschränkt ist, wird das Schlafen zur echten Herausforderung. Ein spezielles Pflegebett mit vielen Einstellungsmöglichkeiten trägt zur wertvollen Entlastung bei. Gegenüber gewöhnlichen Betten profitieren Senioren und ihre Pflegekräfte von diversen Vorzügen, die vom Liegekomfort bis zur sicheren Bedienung reichen.

Gerade in der häuslichen Pflege steigert das Pflegebett die Lebensqualität erheblich und fördert die Selbstständigkeit. Abhängig von der gesundheitlichen Situation ist das Aufrichten im Bett, das Bett und vieles mehr endlich wieder möglich.

Pflegebetten

Unterschiede zwischen Kranken- und Pflegebetten marginal

Was unterscheidet Pflegebetten von Krankenhausbetten? Die Antwort ist: nicht viel! Beide Arten von Betten sind auf die Bedürfnisse von zu pflegenden Menschen abgestimmt, lediglich im Design ist das Pflegebett stärker auf ein häusliches Umfeld abgestimmt. Gerade außen liegende Elemente sind aus lackiertem Holz oder ähnlich wohnlichen Materialien gefertigt, auch Farben und Dekors sind nicht so steril wie in einem Krankenhaus gewählt.

Eine robuste Bauweise ist bei allen Betttypen wichtig, die so schnell ein Eigengewicht von 100 Kilogramm erreichen. Es gibt Modelle mit schwenkbaren Liegeflächen sowie Rollen, die sich mittels Bremsen festsetzen lassen. Durch die hohe Funktionalität und Sicherheit muss ein Herausfallen aus dem Bett mit schweren Folgen nicht mehr gefürchtet werden.

Im Einzelfall ist das zusätzliche Auslegen von Schutzmatten zu empfehlen. Von hohen Seitengittern ist abzuraten, da diese mit einer Freiheitsberaubung gleichzusetzen sind und nur nach richterlichem Beschluss zulässig sind. Gleiches gilt für fixierende Maßnahmen am Patienten.

Für das Umlagern, Anziehen und weitere alltägliche Handgriffe ist das Absenken der Liegeflächen die größte Entlastung für Pflegekräfte. Neben der optimalen Liegeposition lassen sich bei den meisten Pflegebetten Kopf- und Fußteil individuell mit Neigungswinkel verstellen. Die Steuerung gelingt bequem über eine Kabelverbindung oder mittels Fernbedienung. Auch geschwächte Senioren beherrschen diese Systeme mühelos.

Das Standardformat für Einzelbetten in der Pflege beträgt 80 x 200 Zentimeter. Hiervon weichen Schwerlastbetten ab, die für Pflegebedürftige mit einem extrem hohen Körpergewicht geeignet sind. Hier ist 120 x 200 Zentimeter ein typisches Maß. Abhängig von der Ausführung ist der untere Teil absenkbar, womit das Pflegebett das Aufstehen wesentlich erleichtert.

Umrüstung des herkömmlichen Bettes möglich

Es muss nicht immer der Neukauf eines Pflegebettes sein. Sofern die Abmessungen stimmen, kann ein elektrisch verstellbarer Einlegerahmen in ein herkömmliches Bett integriert werden. Dies hilft mit seiner Schwenkfunktion beim Aufrichten des Pflegebedürftigen sowie beim Verlassen des Bettes.

Allerdings sind Doppelbetten von Ehepartnern baulich nicht für die Umwandlung zum Pflegebett geeignet. Hier kann über die Umrüstung einer Hälfte nachgedacht werden, falls das Paar weiterhin nebeneinander liegen möchte.

Welche Kosten übernehmen Kranken- und Pflegekasse?

Gerade bei chronischen Erkrankungen trägt die Anschaffung eines Pflegebetts erheblich zur Alltagserleichterung bei – für den Patienten genauso wie die Pflegekräfte. Durch den gewählten Begriff für ein Spezialbett können Sie bereits erahnen, wer der richtige Ansprechpartner für eine finanzielle Förderung ist. Bei einem Pflegebett sollten Sie einen Antrag bei der Pflegekasse stellen, bei einem Krankenbett lohnt der Kontakt zu Ihrer Krankenkasse.

Schneller als gedacht kommt im Alter der Tag, wo das Aufstehen aus dem Bett oder das Aufrichten alleine zum ernsthaften Problem wird. Es gibt jedoch auch Situationen, beispielsweise nach einem Unfall oder in einer Reha-Phase, in denen die Hilfe eines Bettes temporär benötigt wird.

Hier ist eine Ausleihe oder Miete der bessere Weg. Viele Sanitätshäuser und Unternehmen im Pflegebereich halten entsprechende Angebote bereit, eine kurzfristige Lieferung ist fast immer möglich. Natürlich erfüllen die gemieteten Pflegebetten in puncto Reinigung und Hygiene zeitgemäßen Standards.

Wichtig ist, vor der Anschaffung eine eventuelle Kostenübernahme abzuklären. Gehen Sie hierbei zunächst auf die Pflegekasse zu, speziell wenn die betroffene Person über einen nachgewiesenen Pflegegrad verfügt. Um eine Kostenübernahme zu erhalten, müssen folgende drei Konditionen erfüllt sein:

Sichere Kostenübernahme im Pflegefall

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) führt im Pflegefall eine individuelle Überprüfung vor Ort durch. Nach diesem Urteil lässt sich das Pflegebett mit oder ohne geeignetes Zubehör beantragen. Auf der Bescheinigung des Gutachters müssen für eine Kostenübernahme entsprechende Empfehlungen zu finden sein.

Ohne Pflegegrad kann die Krankenkasse für die Kostenübernahme infrage kommen. Entscheidend ist hier, dass eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Gibt es keine Kostenübernahme, ist eine eigenständige Finanzierung natürlich möglich.

Bei einfachen Modellen ohne viele Extras sollten Sie mit einem Preis zwischen 500 und 2.000 Euro rechnen. Zusätzliche Kosten sollten Sie für weitreichendes Zubehör einplanen. Sie suchen nach einem Anbieter in Ihrer Region? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und wir erstellen eine Liste für Sie!

Dank Zubehör zum individuell besten Pflegebett

Vom Infusionsständer bis zur Leselampe reicht das Zubehör, das sich rundum Ihr Pflege- oder Krankenbett montieren lässt. Wichtig ist, sämtliche Ergänzungen auf die persönlichen Bedürfnisse des Pflegebedürftigen abzustimmen. Bei einer ärztlich festgestellten Notwendigkeit findet eine Kostenübernahme dieser Extras durch die Krankenkasse statt, ähnliches gilt für die Pflegekasse bei einem Pflegegrad. Typische Zusatzausstattungen, die akzeptiert werden, sind:

Die richtige Matratze finden

Das Wundliegen (Dekubitus) ist bei bettlägrigen Menschen als Risiko ernstzunehmen. Der dauerhafte Liegedruck auf den Körper beeinflusst das Gewebe bis zum Knochen. Im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen sind spezielle Auflagen und Matratzen zu finden, die Sie gesondert beantragen sollten.

Fachkundige Beratung beim Kauf nutzen

Eine Beratung durch den Fachhändler oder ein Sanitätshaus ist allen Betroffenen dringend anzuraten. Hierbei lässt sich das individuell beste Bett zusammenstellen und vor Ort alle wichtigen Funktionen antesten. Für Arztbesuch, Krankenkasse oder Pflegekassen sollten Sie einen Kostenvoranschlag erstellen lassen.

Die häufigsten Fragen

Standardbetten sind selten auf den gehobenen Pflegebedarf betroffener Personen ausgelegt. Hier ist die Anschaffung von Pflege- oder Krankenbetten dringend anzuraten.

Sowohl die Pflegekasse als auch die Krankenversicherung kann zum Ansprechpartner für eine Förderung werden, abhängig von der Art des Bettes und einem vorliegenden Pflegegrad.

Ja, Pflege- und Krankenbetten mieten anstatt zu kaufen, kann in vielen Fällen zur lukrativen Alternative werden.

Selbstverständlichkeit, wobei diese speziellen Modelle mehr Komfort als herkömmliche Betten bieten.